Impressions:

Über TrioConBrio und das Spiel mit dem Feuer
Ein selbstbewusstes Trio schickt sich an, die Klassikwelt zu erobern. TrioConBrio beweist Mut und Wille, die Grenzzäune ihrer musikalischen Weide so großzügig als möglich zu stecken. Die Umsetzung der Kompositionen ist meisterhaft. Die Musik lebt, zeigt Seele. Sie hat das gewisse, nur gefühlsmäßig zu erfassende Etwas, das die Ohren unter den Kopfhörern hält. „Impressions“ ist im weltweiten Vertrieb bei Koch erschienen, für eine Erstproduktion eine so spektakuläre wie wichtige Treppe auf dem Weg zum Erfolg.
Peter Greß, Esslinger Woche, 6.8.1997

Bereits die ungewöhnliche Besetzung sichert dieser CD Aufmerksamkeit und der klangfarblich divergierende Zusammenschluß von Flöte, Viola und Gitarre war es wohl, der Assad, Rak, Möll und Brouwer zu Kompositionen für dieses rein weibliche Ensemble anregte. Was TCB auf ihrer ersten CD bieten, ist tatsächlich hörenswert. Vor allem die Stücke von Möll und Rak, die stilistisch auf dem heiklen Grat zwischen Klassik, Jazz und Folklore wandeln, und die (wie auch die Werke Assads und Brouwers) deutlich vom Gitarrenpart aus konzipiert sind, bieten interessante Hörreize, deren virtuose Herausforderungen das TrioConBrio erfolgreich annimmt.
Fono Forum, Oktober 1997

Beste Referenz: Drei Frauen, drei Instrumente, EinKlang - so könnte man etwa die Debut-CD Impressions des TrioConBrio kurz charakterisieren - ein erfreuliches Programm Kammermusik aus diesem Jahrhundert. Die Werke sind in Charakteristik, Vielfältigkeit und Farbigkeit ein üppiges Hörerlebnis, bei dem sich immer wieder neue Nuancen entdecken lassen. Dabei machen die drei Damen ihrem Namen alle Ehre: mit Feuer wird gespielt, wo es die Partitur gebietet, hingegen mit viel sensibler Gestaltungskraft, wenn es gilt, Klänge auszuloten oder breite, getragene Tonflächen zu malen.
Gitarre Aktuell, Januar 1998

Drei exzellente Musikerinnen haben sich da zu einem wahrhaft ungewöhnlichen Trio zusammengefunden. Einfallsreiche Auftragskompositionen enthalten neben vielerlei anderen Ingredenzien eine Zutat, die selten ist in der zeitgenössischen oder Neuen Musik: Humor. „Impressions“, das Erstlingswerk des Trios, ist in der Tat sehr beeindruckend. Das Verhältnis der Instrumente innerhalb des Trios ist ein demokratisches. Die Gitarre dient zwar wieder häufig als Begleitinstrument, geht dabei jedoch klanglich nicht unter, während Viola, Flöte und Gitarre ihre vielen Möglichkeiten ansprechend nutzen. Klasse.
Akustik Gitarre, Thomas Muttray-Kraus, März 1998

Faszinierende Musik

Stepan Raks fünf kurze Tänze sind mit jenem Gespür für Dramatik durchtränkt, das seinen Stil unverwechselbar kennzeichnet. Ein überaus humorvoller „Tango mit Rose zwischen den Zähnen“, ein betont eckiger Walzer, der sicher von einem steifen alten Zinnsoldaten mit seiner gepuderten Puppe zu exekutieren ist, eine vibrierende Rumba, ein betörender Slowfox und ein Rak’n Roll (sic!), dessen Melodien in wilder Besessenheit ausarten, die in den stilistischen Vorlagen nirgends anzutreffen ist – ein rauschendes Ende dieser höchst erfreulichen Dances Con Brio. Und das Trio verdient seinen Namen in der Tat. Es tut gut zu entdecken, wie sehr die Gitarre in einem solch aparten neuen Kammermusikprogramm aufblühen kann; diese CD ist unbedingt empfehlenswert.
Chris Kilvington, Classical Guitar, August 1998

 

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